Rücksicht nehmen auf Tiere in der Sylvesternacht

Pferd im Offenstall in der Sylvesternacht

Sylvester – der wahrscheinlich schlimmste Tag für alle Tiere. Wo sich Hund und Katz daheim noch unter Bett oder Sofa verkriechen können, versuchen Pferde ihrem Instinkt nachzugehen und zu flüchten. Wo aber sollen sie hin? Im schlimmsten Fall brechen Sie in Panik aus und laufen durch den Zaun.

 

Wie nehmen Pferde Feuerwerk wahr?

Pferde haben sehr feine und empfindliche Sinnesorgane. Daher nehmen sie die Geräusche und die starken Lichtreflexe am Himmel sehr intensiv wahr. Der ungewöhnliche Geruch der Feuerwerkskörper und die Rauchschwaden des Schwarzpulvers tragen sicher ihren Teil zur Nervosität bei. Da sie all diese Reize nicht gewohnt sind, kann es die Pferde jedes Jahr aufs Neue in Angst und Schrecken versetzen. Oft können die Tiere sogar in Panik geraten und wollen dabei der Bedrohung entfliehen (Ein Pferd ist ein Fluchttier).

Jedes Jahr wieder fährt Stefanie Zwirlein – Leiterin der Christal-Horse-Ranch – in Begleitung mit ein paar ihrer Einsteller, kurz vor Mitternacht zum Offenstall um das Geschehen im Stall und das Verhalten der Pferde im Auge zu behalten. Eine große Panik ist zum Glück noch nie ausgebrochen. Trotz allem ist eine gewisse Unsicherheit und Unruhe in der Herde jedes Jahr zu spüren. 

Einen Gewöhnungseffekt für Feuerwerke gibt es leider nicht

Vorbeugen kann man eigentlich so gut wie gar nicht. Wie soll man denn das Pferd an Feuerwerkskörper gewöhnen? Eine Silvesternacht lässt sich unterm Jahr etwas schwierig fürs Training simulieren. 

Wir schauen hauptsächlich vorher schon danach, dass die Pferde für die Nacht genügend Futter haben, denn eine große Menge Raufutter hilft, sich zu beschäftigen und das Kauen beruhigt die gestressten Tiere. Außerdem wird am Tag vorher noch einmal der Zaun kontrolliert, ob dieser überall stabil hält, falls doch ein Pferd versuchen sollte auszubrechen. 

Wenn es Pferdebesitzern möglich ist, sollten sie ihre Pferde auf eine abgelegene Koppel stellen, welche fernab von Ortschaften ist, da dort oft weniger geknallt wird. Nachbarn die in der Nähe der Wiese oder des Stall wohnen, kann man freundlich bitten, vielleicht auf die Knallerei zu verzichten oder sie zumindest zu reduzieren. Menschen die keine Tiere haben denken oft nicht darüber nach, was sie den Tieren mit den Raketen und mit den Böllern antun. Wenn man mit ihnen darüber spricht sind sie jedoch oft sehr einsichtig.

Nehmt bitte Rücksicht auf unsere vierbeinigen Freunde!

Diese Bitte richtet sich nun an alle unter uns, die Sylvester in der Nähe von eines Pferdestalles oder einer Pferdekoppel feiern wollen. Nehmt Rücksicht auf die Tiere! Eine in Panik versetzte Pferdeherde ist nur schwer zu bändigen und kann sehr großen Schaden anrichten. (Sie brauchen aus Angst nur auf eine befahrene Straße laufen!) Vielleicht könnt ihr für die Schießerei um Mitternacht etwas mehr Abstand zu Ställen und Wiesen nehmen oder die Knallerei nicht ausgiebig ausdehnen. So können die Pferde wenigstens auch eine einigermaßen angenehme Neujahrsnacht verbringen.

 

 

Außerdem erhöhte Brandgefahr in den Stallungen

Ein weiteres Thema in der Sylvesternacht ist außerdem die erhöhte Brandgefahr in Stallungen oder Scheunen. Gelagertes Heu und Stroh kann sich durch fehlgezündete Feuerwerkskörper sehr schnell entzünden und ein großes Feuer entfachen, was eine neue Bedrohung für Mensch und Tier darstellen kann.

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